• Klimaangepasste Gewässerunterhaltung: Warum wir unsere Gewässer jetzt neu denken müssen!

    Ein weiteres viel zu trockenes Frühjahr liegt hinter uns. Die Folgen der Klimaveränderungen sind in unseren Fließgewässern längst sichtbar: Steigende Wassertemperaturen, langanhaltende Niedrigwasserphasen und sinkende Grundwasserstände setzen Bäche und Flüsse zunehmend unter Stress. Während sich die bisherige Gewässerunterhaltung vor allem auf klassische Defizite wie mangelnde Durchgängigkeit oder Strukturarmut konzentrierte, rückt heute eine neue Herausforderung in

  • Vom Uferabbruch zur naturnahen Gewässerentwicklung – Erfolgreiches Bauseminar zu ingenieurbiologischen Bauweisen in Lugau

    Ein Jahr nach der Umsetzung zeigt sich die Maßnahme an einem innerörtlichen Gewässerabschnitt in Lugau als voller Erfolg: Die ingenieurbiologischen Bauweisen sind hervorragend angewachsen, die eingebrachten Weiden treiben kräftig aus und die gesamte Uferstruktur hat sich bereits sichtbar stabilisiert und naturnah entwickelt. Im Rahmen eines zweitägigen Bauseminars wurde die Maßnahme Ende April 2025 gemeinsam mit

  • Gewässer und Nutzung zusammendenken: Agroforst als Chance für Gewässerrenaturierungen

    Zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind umfangreiche Maßnahmen zur Gewässerentwicklung erforderlich. Gleichzeitig verschärft sie die Flächenkonkurrenz in der Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: Wie können Gewässer ökologisch wirksam entwickelt und die dafür notwendigen Korridore gleichzeitig wirtschaftlich nutzbar gestaltet werden? Potenziale von Agroforst und Gewässerrenaturierung Gewässerrandstreifen sind für den Gewässerschutz unverzichtbar, bedeuten

  • Zielvegetation an Fließgewässern – nicht ohne Planung vor der Pflanzung!

    Pflanzen brauchen Lebensraum. Dieser einfache Grundsatz gilt auch an Fließgewässern. Je nach Art sind damit ein unterschiedlicher Platzbedarf und eine unterschiedliche Funktionalität verbunden. Die Ufervegetation soll möglichst viele Funktionen erfüllen: das Gewässer beschatten, das Ufer stabilisieren, Lebensräume schaffen und das Landschaftsbild gestalten. Gleichzeitig trifft sie auf unterschiedliche Anforderungen wie Hochwasserschutz, Gewässerunterhaltung, angrenzende Nutzungen oder Naherholung.

  • Erfurter Gespräche zur Wasserrahmenrichtlinie

    Am 24. und 25. Februar 2026 fanden in Erfurt die Erfurter Gespräche zur Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der DWA statt. Ausgangspunkt der Tagung war die ernüchternde Bilanz, dass nach wie vor nur ein geringer Teil der Fließgewässer in Deutschland den guten ökologischen Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial erreicht und klassische Instrumente dieses Umsetzungsdefizit nicht beheben können.